„An der schönen blauen Donau“

Donau so blau,

so schön und blau,

durch Tal und Au

ziehst ruhig du hin,

dich grüßt unser Wien,

dein silbernes Band

knüpft Land an Land,

und fröhliche Herzen schlagen

an deinem schönen Strand.

 

– Kanufahrt der Eingangsklassen des Technischen Gymnasiums

„An der schönen blauen Donau“ – mit diesem berühmten Walzer von Johann Strauss (Sohn) aus dem Jahr 1867 lässt sich wohl am besten beschreiben, was Schülerinnen und Schüler der Eingangsklassen des Technischen Gymnasiums an der Erich-Hauser-Gewerbeschule kürzlich erleben durften. Sie entdeckten die Schönheit und die Bedeutung dieses beeindruckenden Flusses aus nächster Nähe: das glitzernde Wasser, die ruhige Natur und idyllische Landschaften, die – ganz wie im Lied besungen – fröhliche Herzen hinterlassen.

Bestens gerüstet startete die Gruppe in ihr Abenteuer. Die begleitenden Lehrkräfte hatten im Vorfeld extra ihre Rettungsschwimmerabzeichen beim DLRG Rottweil abgelegt, um für maximale Sicherheit auf dem Wasser zu sorgen. Ein ebenso großer Dank gilt dem Freundes- und Förderverein des Technischen Gymnasiums, der die genutzten Boote nicht nur finanziert, sondern auch regelmäßig wartet. Selbstverständlich galt auf der gesamten Strecke: Ohne Schwimmweste geht niemand aufs Wasser.

Auftakt in Donauwörth: Das Abenteuer beginnt

Die Reise begann mit der gemeinsamen Anfahrt von Rottweil nach Donauwörth. Beim wunderschön gelegenen Kanu-Club Donauwörth schlugen die Schülerinnen und Schüler ihr erstes Lager auf. Ein gemeinsamer Grillabend bot die ideale Gelegenheit für die Jugendlichen der beiden neu zusammengestellte Klassen, sich untereinander besser kennenzulernen und als Gemeinschaft zusammenzuwachsen.

Von Donauwörth über Neuburg nach Ingolstadt

Nach der ersten Übernachtung hieß es: Ab auf die Donau! Die erste Etappe führte über knapp 33 Kilometer bei strahlendem Sonnenschein nach Neuburg, wo die imposante Renaissance-Schlossanlage bewundert werden konnte. Unterwegs sorgten kurze Rastpausen und eine erfrischende Abkühlung im kühlen Nass der Donau für die nötige Energie.

Am folgenden Tag ging es auf einer etwas kürzeren Etappe von rund 17 Kilometern weiter nach Ingolstadt. Ein besonderes Highlight auf den Flussstrecken war das Passieren der Schleusen: Hier legten die Schülerinnen und Schüler selbst Hand an und bewältigten die Schleusenvorgänge eigenständig und mit großer Sorgfalt. In Ingolstadt angekommen, wartete ein vielseitiges Kultur- und Technikprogramm – von der Besichtigung der Asamkirche Maria de Victoria bis hin zur beeindruckenden Werksführung bei Audi (vom Presswerk über die Lackierung bis zur „Hochzeit“ von Karosserie und Antrieb).

Ausspannen in Vohburg und Finale am Kloster Weltenburg

Nach den Erlebnissen in den Audi-Werkstätten führte die Reise am nächsten Tag weiter nach Vohburg. Nach 18 Kilometern auf dem Wasser schlug die Gruppe ihr Quartier auf dem Gelände des örtlichen Fußball- und Leichtathletikclubs auf. Beim gemeinsamen Pizzaessen genossen alle den letzten Abend in entspannter Atmosphäre.

Am nächsten Morgen brach die Gruppe zur finalen Etappe über 30 Kilometer auf. Dank der spürbar stärkeren Strömung in diesem Abschnitt fiel das Paddeln hier deutlich leichter. Bevor das Ziel Kelheim erreicht wurde, legte die Gruppe einen Zwischenstopp beim Kloster Weltenburg ein, dessen beeindruckende Kulisse am Donaudurchbruch ein echtes Highlight bildete.

Ein rundum gelungenes Gemeinschaftserlebnis

In Kelheim angekommen, wurden die Boote verladen, das Gepäck verstaut und die Heimreise nach Rottweil angetreten. Insgesamt legte die Gruppe eine Strecke von Flusskilometer 2510 bis Flusskilometer 2414 zurück – eine ebenso sportliche wie erlebnisreiche Reise.

Bis nach Wien hat es die Gruppe zwar nicht ganz geschafft, aber bis Kelheim sind alle frohen Mutes gelangt. Und auch wenn der Walzer vom „silbernen Band“ singt, das Land an Land knüpft: Die Schülerinnen und Schüler und ihre Begleiter durften am eigenen Leib erfahren, wie schön die Ufer der Donau immer wieder aufs Neue sind und wie sehr diese gemeinsame Zeit verbindet.